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Home Office wegen Corona – wie bin ich versichert?

Die gesetzliche Unfallversicherungfür Mitarbeiter gilt auch im Homeoffice. Allerdings nur, wenn der Unfall im unmittel­baren Zusammen­hang mit ihrer Tätig­keit steht.

Was bedeutet dies?

Wer sich einen Kaffee aus der Küche holen möchte und auf der Treppe stürzt, ist nicht versichert. Wenn Sie allerdings betriebliche Dokumente aus dem Drucker holen wollen, der im Keller steht, und Sie dabei auf der Treppe stürzen, dann sind Sie versichert.

Wenn Sie als Home­office-Arbeiter das vom Arbeit­geber gestellte Arbeits­gerät, wie beispielsweise den Laptop durch eine umge­kippte Tasse Kaffee beschädigen, so wird bei dieser Unacht­samkeit, also einer leichten Fahr­lässig­keit, die Firma den Ersatz oder die Reparatur über­nehmen. Bei mitt­lerer Fahr­lässig­keit („das kann jedem mal passieren“) teilen sich Arbeit­geber und Arbeitnehmer den Schaden. Bei grober Fahr­lässig­keit („das darf nicht passieren“) müsste an sich der Arbeitnehmer komplett dafür aufkommen, doch die Summe sollte in einem angemessenen Verhältnis zu seinem Verdienst stehen. Bei vorsätzlichem Verhalten haftet der Arbeitnehmer für den Schaden.