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Abfindung

Oftmals hört man in den Nachrichten oder liest in der Zeitung, dass ein Vorstandschef Millionen an Abfindung bei Kündigung erhalten hat. Nun fragt man sich als „normaler“ Arbeitnehmer, wie kommt man zu so viel Geld? Was muss ich dafür tun?

Abfindung, was ist das?

Erst einmal vorneweg, ein Arbeitnehmer hat per se keinen automatischen Anspruch auf eine Abfindung. Es handelt sich dabei um eine sogenannte Entlassungsentschädigung und dient per Definition als eine einmalige Geldzahlung des Arbeitgebers, die aus Anlass der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses geleistet wird.

Letztendlich ist eine Abfindung an den Arbeitnehmer eine Art Abgeltung der sozialen und wirtschaftlichen Nachteile, die mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses verbunden sind. Die Zahlung wird in einer Aufhebungsvereinbarung oder im Rahmen eines gerichtlichen Vergleiches vereinbart.

Wer hat Anspruch auf eine Abfindung?

Es gibt weder einen grundsätzlichen Abfindungsanspruch aus dem Arbeitsverhältnis noch ergibt sich zwingend ein Anspruch auf Abfindung bei Kündigung durch den Arbeitgeber. Es gibt nur dann einen Anspruch, wenn dies vertraglich vereinbart wurde, entweder zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber oder direkt im Rahmen eines Gerichtsverfahrens. Sie ist oftmals auch Bestandteil bei einem Aufhebungsvertrag.

Wieviel Abfindung steht mir zu?

Die Abfindungshöhe ist das Ergebnis gut geführter Abfindungsverhandlungen. Daher ist es wichtig, einen erfahrenen Anwalt an seiner Seite zu haben, denn die Verhandlung setzt viel Erfahrung voraus. Wer die Spielregeln und gesetzlichen Grundlagen kennt, kann eine Abfindung verhandeln, von der andere nur träumen und erreicht einen perfekten Aufhebungsvertrag.

Nachdem ich sowohl die Arbeitnehmer- als auch die Arbeitgeberseite kenne, kann ich mich gut in die jeweilige Lage versetzen und strategisch gut argumentieren.

Als Anhaltspunkt für die Höhe gilt ein halbes Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr. § 1a KSchG, in dem sich die einzig gesetzliche Angabe zur Höhe einer Abfindung findet, ist aber nur unter bestimmten engen Voraussetzungen verbindlich. In der Praxis können oft deutlich höhere Beträge erzielt werden.   

Neben der Dauer der Betriebszugehörigkeit, der Tätigkeit und der Branche kommt es immer auf jeweiligen Umstände des Einzelfalls an. Geschick und Taktik des Anwalts sind gefragt, die ich Ihnen in meiner Arbeit anbieten kann.

Was ist zu beachten?

Abfindungen gelten grundsätzlich als sozialversicherungsfrei, sind jedoch steuerpflichtig. Darüber hinaus gehende Freibeträge gibt es nicht. Über die sogenannte 1/5 Regelung kann es Steuervorteile geben. Bei der Fünftelregelung wird so gerechnet, als würden Sie fünf Jahre lang je 1/5 der Abfindung bei Kündigung erhalten. Die Steuern werden trotzdem auf einmal abgezogen.

Taktisch klug sollte man auch im Hinblick auf eine mögliche Sperrzeit bei dem Bezug von Arbeitslosengeld handeln. Zudem muss sichergestellt werden, dass es zu keinem Ruhen von Ansprüchen auf Arbeitslosengeld kommt.